Wärmeverbund
Projektbeschrieb
Die Realisierung des Wärmeverbundes erfolgt in 2 Etappen:
1.Etappe: Inbetriebnahme Okt. 2010
2.Etappe: Inbetriebnahme Okt. 2012
Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine zentrale Holzschnitzelfeuerung. Der Bau der Heizzentrale und des Schnitzelsilos wird bereits heute auf den Endausbau vorbereitet und am definitiven Standort erstellt.
Die Heizperiode der Etappe 1 wird durch eine Schnitzelfeuerung mit einer Heizleistung von 550kW überbrückt. Ob die Leistung für den Endausbau gesteigert werden muss,steht noch nicht fest, da noch unbestimmt ist, wieviele Wärmebezüger dazukommen.
Das Gesuch für Finanzhilfe ist für die Schnitzelfeuerung des Endausbaues eingereicht und bewilligt worden.
Die Wärme gelangt durch erdverlegte Fernleitungen zu den Unterstationen. Ein Teil der Fernleitungen für die 1. Etappe ist bereits erstellt. Die Betonarbeiten der Heizzentrale sind abgeschlossen.
Die Wärmeabgabe erfolgt in allen Gebäuden mittels Übergabestationen oder Übergabemodulen.
Alle Gesuche sind bewilligt worden.Der Bauplatz ist ca 10m breit und 26m lang. Er ist zweiteilig: Kesselraum und Schnitzellager. Der ganze Bau ist eine Stahl/Beton/ Blechkonstruktion.
Die zündende Idee für den Wärmeverbund hatte ein Feuerwehrkollege und Kaminfegermeister . Bestechend für Konzept und Zeitpunkt sprechen die nahen Überbauungen, deren Heizungen bald ersetzt werden müssen.Auch die anfallenden Holzmengen des hofeigenen Grüngutsammelplatzes sowie die nahen, bisher schlecht genutzten Waldflächen der neu gegründeten Energieholzproduktionsgemeinschaft setzen das Projekt unter einen guten Stern.
Wie funktioniert der Wärmeverbund?
Wärme wird in einer zentralen Anlage, in unserem Fall eine Holzschnitzelheizung erzeugt
und über ein Rohrleitungsnetz den Kunden zum Heizen und zur Warmwasser-Aufbereitung
zugeleitet. Bildlich ausgedrückt funktioniert die Fernwärme wie eine grosse Zentralheizung,
die Nachbarn und ganze Quartiere, mit Wärme von einer grossen Wärmequelle versorgt.
Die rot umrahmten Gebäude haben bisher schon per Heizung das Warmwasser aufbereitet.Sie haben es leichter und günstiger als die “Gelben”, die bisher elektrische Boiler hatten.
Woraus besteht das Rohrleitungsnetz?

Bei flexiblen Verbundrohren handelt es sich um werkmäßig mit einer Wärmedämmung versehene Rohrleitungen zum Transport von warmen und Kaltem Wasser.Flexible Verbundrohre werden meist direkt ins Erdreich verlegt.
Verschiedene Leitungstypen, hier ein Kunststoffmantelrohr werden in einer Tiefe von ca.
80cm verlegt.
Was ist eine Holzschnitzelheizung?
Hackschnitzelheizungen arbeiten ähnlich wie eine Pelletheizung. Die Beschickung des Kessels
ist automatisiert mit einem hydraulischen Zuführungssystem.
Hackschnitzelheizungen sind wirtschaftlich sinnvoll ab einem Leistungsbedarf von 20 kW oder
mehr und eignen sich deshalb vorzugsweise für größere Gebäudekomplexe.
Hackschnitzelheizanlagen gelten als umweltneutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum der Hölzer
in diese eingebunden wurde.
Bei Einberechnung der CO2-Freisetzung durch Waldbewirtschaftung, Rohholztransport, Aufbereitung usw. (“graue Energie”) sind Hackschnitzel im Vergleich zu anderen Brennstoffen deutlich weniger umweltschädlich als fossile Energieträger.
Bei schlechter Brennstoffqualität oder mangelhafter Wartung entsteht allerdings eine
erhöhte Emission von Feinstaub und Ruß in den Rauchgasen. So muss ein Elektrofilter oder
eine Rauchgaswaschanlage eingesetzt werden.
Was braucht es sonst noch für einen Wärmeverbund?



